Header

Gastbeitrag: Twilight
Montag, 2. Februar 2009, 15:29

So, ich präsentiere stolz den ersten richtigen Gastbeitrag in diesem Blog. Felix hat sich mal die Mühe gemacht und einen kleinen Verriss zum Twilight-Film geschrieben. Wie ihr schnell feststellen werdet, handelt es sich dabei mehr oder weniger um …äh… von Grauen wollen wir vielleicht nicht sprechen, eher eine zwielichtige Angelegenheit:

Twilight – Bis(s) zum Morgengrauen

Jeder kennt den Film, jeder hat ihn gesehen, oder zumindest mit jemandem geredet, der ihn gesehen hat, oder mit einem, der einen kennt, der… Naja, auf jeden Fall fanden alle, die ich gefragt habe, den Film gut. Die Tatsache, dass ich nur Mädels gefragt habe, fiel mir erst auf, als… dazu komme ich später. Die Kommentare schreibe ich in Sternchen, damit sie sofort zu erkennen sind.

Also, rein ins Kino. Und anstatt anonym im Kino zu entspannen sitzen dort ausschließlich Leute vom MGG. Um nicht zu sagen: Die gesamte weibliche 12. und 13. Klassenstufe, neben ein paar Ausnahmen aus der 8. Dann, nach einer geschlagenen halben Stunde erbarmen sich die Lampen und geben dem unsichtbaren Druck der weiblichen Fans nach. *Ihr denkt, jetzt beginnt der Film? Denkste!* Von der Auto-Werbung (!) über Schokoladen-Werbung alles drin, nebenbei wird auf das Rauchverbot hingewiesen und sonstige belanglosen Läden von Horb aufgeführt, die sowieso nicht mehr lang existieren. Dann beginnt *denkste!* die Vorschau. Man erkennt sofort die Zielgruppe, und wem das nicht auffällt *war nur ein Spaß, es ist jedem aufgefallen* der wird von den hinteren Reihen eines Besseren belehrt. *Mal im Ernst, wer guckt denn noch Zeichentrickfilme, außer Kinder, die ja um 20 Uhr lang im Bett sind?* Ich zitiere: „Süüüß!”, „Da will ich rein, gehen wir da auch wieder zusammen?” Zitatende.

Okay, ihr habt recht, jetzt beginnt der Film. Nach der Raubkopierer-Werbung *Zielgruppe, Leute, Zielgruppe!* geht es los. Die ersten Charaktere werden mit den Zuschauern bekannt gemacht, Hauptdarstellerin zu meiner Freude endlich mal wieder eine gutaussehende *wer schaut sich Filme an, in denen die Schauspielerin aussieht wie…* und auch sonst ist die Umgebung ganz gut gewählt. Sie heißt Bella und zieht zu ihrem Vater nach Forks, weil ihre Mutter mit ihrem neuen Mann mehr Zeit alleine verbringen will. Sie kommt auf eine neue Schule *bei der Zielgruppe, die ihr jetzt hoffentlich erraten habt, löst das ein besonderes Gefühl von… ach ich versuchs erst garnicht* und wird gleich in einer Clique aufgenommen. Ihr wird das Wichtigste über die Cullens erklärt. *Stilvoll sind sie, muss ich den Cullens lassen.* Von einem bekannten Indianer und anschließenden Nachforschungen in einem Buch (das wohl den Sinn des Lebens enthalten muss und nur an genau einer Bücherei auf der ganzen Welt zu haben ist und der Ort zufälligerweise Forks ist) findet sie heraus, dass der merkwürdige *stilvolle und gestörte* Edward ein Vampir *wuhuuu* sein muss. *Anstatt dass sie das Buch wegwirft und weiter ihr normales Leben führt, glaubt sie dem Buch. Ich glaube es nicht! Ich glaube es gerade nicht!*

Sie kommen auf Edwards ausdrücklicher *wie süß* Warnung zusammen *das war nur ein Zitat, sorry* und Edward stellt sie seinen Eltern und seinen Mit-Vampiren vor. *Geniales Haus, coole Plattensammlung.* Dann macht er mit ihr einen Ausflug *Betonung auf Flug* in die Baumwipfel der 100m-hohen Bäume von neben an, es wirkt gigantisch und unwirklich *nicht zuletzt wegen der Leinwand im Hintergrund*. Dann nimmt Edward sie mit zu einem Baseballspiel der Familie. *Die Szene kann ich nur empfehlen, richtig gut!* Sie werden gestört von anderen Vampiren, die nicht Vegetarier geworden sind *klingt banal, ist aber so*. Edward muss mit Bella flüchten, da einer der Vampire es auf sie abgesehen hat.

Da der gestörte James, der Vampir der es auf Bella abgesehen hat, Bella am Telefon erzählt, er habe ihre Mutter als Geisel, treffen sie sich in einem Ballet-Studio *kitschig* und er beißt sie *ihr versteht schon: Vampir, Biss. Na, klingelts?* Edward und seine Leute kommen zu spät, zerrupfen James aber noch ordentlich und verbrennen seine Einzelteile *schöner Kampf*. Edward saugt das Gift aus Bella aus, und kann sogar von ihr ablassen, ohne in den gefährlichen gemeinen Blutrausch zu kommen… Edward verspricht Bella alles, was sie sich wünschen kann.

„Wie süüß, echte Liebe!” ertönt es um einen herum und auf einmal ist der Film vorbei. Zwischen heulenden und lachenden Mädels verlasse ich das Kino.

Fazit: Ein Film, bei dem ich die Handlung voraussagen kann, nachdem alle Charaktere bekannt sind und ich Dialoge z.T. wortwörtlich im Voraus zitieren (!) kann, hat es nicht verdient, noch einmal angeschaut zu werden. An euch, die nicht zur Zielgruppe gehören: FINGER WEG, oder VORSICHT, BISSIG. Haha, dieses Wortspiel konnte ich mir dann doch nicht verkneifen.

So, dann warten wir mal ab bis die ersten Twilight-Fans hier auftauchen und wutentbrannt meine und Felix’ Steinigung fordern. Das rote Gequassel zwischen den Sternchen sind übrigens Felix’ eigene Kommentare, ich habe an dem Beitrag absolut gar nichts gemacht.