Ein ganz normaler August: Berlin versinkt in der politischen Sommerpause, während die Herren Volksvertreter im Urlaub sind, die Nation spaltet sich in die Fraktionen der “Bei der Arbeit schwitzenden” und der “Faul im Freibad liegenden” und in den Regalen in den Supermärkten türmen sich die ersten Berge von Lebkuchen und Plätzchen. Soweit nichts neues…
Moment mal! Lebkuchen und Plätzchen? Im August?!
Sie lesen richtig. Darf ich vorstellen? Deutschland, der Kapitalismus am Rande des Wahnsinns. So. Und jetzt mal ohne Spaß. Was soll ich denn bitteschön denken, wenn ich beim Zusammenkaufen meiner Materialien für das nächstes Schuljahr beinahe über einen ganzen Berg Weihnachtsfressalien stolpere? “Geil, nur noch 4 Monate oder 115 Tage bis Heiligabend”?
Das sind dann echt die Momente, wo ich beginne, an einen Fehler in der Matrix zu glauben. Von mir aus sollen die Leute doch Lebkuchen mampfen wann sie wollen, mir egal – aber ist es wirklich notwendig, die Verpackungen bereits jetzt mit Sternen und verschneiten Landschaften zu bedrucken? Muss man denn unbedingt schon im Spätsommer anfangen, das Weihnachtsfest derart kommerziell auszuschlachten?
Ja, ganz offensichtlich muss man das. Eigentlich sind wir ja auch selbst dran schuld. Die Nachfrage bestimmt das Angebot, und solange es genug Leute gibt, die das Zeug bereits jetzt kaufen, wird der Konsumterror kein Ende nehmen.
Naja und sonst. Viel zu schreiben gibt es nicht. Normalerweise nutze ich den Blog ja, um satirisch mit meinem Leben und den Ereignissen darin abzurechnen. Dumm wird es nur, wenn diese anfangen auszubleiben. Das ist im Moment der Fall. Muss wohl das berühmte Sommerloch sein. Schließlich haben wir (noch) August, und da haben brave baden-württembergische Schüler Ferien. Womit mit Lieblingslästerthema Schule schon mal flach fällt.
Dieser Sommer war in der Tat recht ereignislos; die ersten drei Ferienwochen habe ich mit Jobben totgeschlagen, um mir mal den Führerschein leisten zu können. Danach habe ich mich mal wieder erfolgreich geweigert auf das Mini-Rock-Festival (siehe Julius’ Blog) zu besuchen und bin stattdessen in die Schweiz zum Kanupoloturnier gefahren. Das war nicht mal so unerfolgreich, wir haben auch ein paar Spiele gewonnen und sind nicht Letzter geworden. Schon mal eine Steigerung zum letzten Jahr
.
Joah. Die restlichen “Tage” (die fangen bei mir mittlerweile am früheren Nachmittag an und enden irgendwann gegen drei oder halb vier in der Früh. Ein Umstand den ich bis Schulbeginn noch korrigieren sollte o.O) habe ich hauptsächlich mit Lesen und am PC hocken totgeschlagen. Wenigstens ist dabei ein neues Layout rausgesprungen. Oh, und ich hab natürlich versucht Olympia zu verfolgen, was sich aber aufgrund des Zeitunterschied recht schwierig anließ.
Naja, soweit erstmal. Ich werde gar nicht erst versuchen hier noch mehr oder gar etwas lustiges zu schreiben, weil dieses Unterfangen von Vorneherein zum scheitern verurteilt ist
. Spätestens wenn am 8. September wieder der Wahnsinn des Alltags über mich hereinbricht werde ich wieder was zu schreiben haben. Denke ich mal. Hoffe ich. Bis dann.
Jawohl, ein neues Layout!
Nicht, dass ich das alte nicht mehr mögen würde. Aber es war nun eben schon fast ein Jahr lang Schmuck und Zierde meiner Startseite und irgendwann will man mal was neues haben.
Das neue Layout
Deswegen präsentiere ich euch jetzt mein erstes, komplett selbst gestaltetes WordPress-Theme: “Genius”! Der Header ist aus einer kleinen Photoshop-Spielerei hervorgegangen und er zeigt die folgenden Personen (für die, die nicht alle Personen erkennen): Carl Friedrich Gauß (deutscher Mathematiker und Physiker, sollte eigentlich vom 10 Mark Schein bekannt sein), Mark Twain (u.a. Autor von Tom Sawyer und Urheber zahlloser genialer Sprüche und Bonmots), Wolfgang Amadeus Mozart (nein, da weigere ich mich zu erklären wer das war) und zu guter Letzt Albert Einstein (Begründer der Relativitätstheorie, Erklärer des photoelektrischen Effekts, Träger des Nobelpreises für Physik etc. pp).
Der Spruch darunter ist mehr oder weniger bei Alfred Kin geklaut, der allerdings nur formulierte: “Intelligence is the road to insanity”.
Schlussendlich erfolgte die Auswahl der Personen mehr oder weniger zufällig; und Mozart ist auch nur deshalb vertreten, weil ich die vielen verschiedenen Form der Intelligenz repräsentieren wollte, und die bestehen eben nicht nur aus Mathe und Physik.
Natürlich gäbe es noch viele weitere Anwärter – zwei haben es noch in diesen Beitrag geschafft: Lisa Simpson und Thomas Alva Edison. Weitere Personen der Weltgeschichte, die ob ihres Intellekts in die selbige eingegangen sind und die ich hier zu verewigen wog sind unter anderem Leonard Euler (schweizerischer Mathematiker), Kurt Gödel (österreichischer Logiker), Leonardo da Vinci (italienische Universalgenie der Renaissance), Stephen Hawking (amerikanischer Physiker) und Andrew Wiles (britischer Mathematiker).
Der Rest des Layouts ist ja eher schlicht gehalten, was vor allem der Tatsache geschuldet ist, dass ich nach zwei WordPress-Crashs in meiner lokalen Testumgebung und stundenlangem Ringen mit widerspenstigem Quellcode der Marke “Ultrahässlich” keine Lust auf große Spielchen hatte. Naja, ich werde euch nicht weiter mit Details zur Entwicklungsgeschichte langweilen. Nur soviel: Die Behauptung, Fluchen sei die einzige Sprache, die alle Programmierer perfekt beherrschen, ist zumindest nicht ganz aus der Luft gegriffen.
Soweit mal dazu. Mal sehen, wann es den nächsten anständigen Beitrag gibt. Eigentlich habe ich nämlich nicht viel zu berichten – quasi das klassische Sommerloch.
